Chinaclub Berlin

In der Cranachstraße 1, am S-Bahnhof Friedenau, residiert der Chinaclub Berlin. Hier treffen sich Chinesen, Deutsche und Gäste aller Länder, die sich für China und seine Kultur interessieren.

Fr, 10. Feb. im Chinaclub: Love is not a Game

18:00 Tischtennis, Billard, Kicker, Chinaschach

19:00 Uhr (vorderer Raum):
FEI YI BAN DE AI QING XIAO SHUO éžä¸€èˆ¬çš„爱情å°è¯´ ("Love ist not a Game, but a Joke")
Von Riley Yip, Hongkong 1997. 93 min, Chinesisch mit englischen UT.
Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Drei Freunde checken in einem Hotel in Hongkong ein. Alle drei verbindet, dass sie in eine gewisse Karen verliebt sind, von der sie jedoch nicht wissen, was sie macht und wo sie sich aufhält. Sie schließen eine Wette ab, wer sie ohne Radio oder Suchanzeige zuerst findet. Der Preis: Wer gewinnt, dem überlassen die beiden anderen das Feld.
Von nun an sucht jeder auf seine Weise. Der eine schaltet eine alte Freundin ein, die Polizistin geworden ist (sehr schön gespielt von der sehr schönen Shu Qi). Der zweite folgt dem Hinweis eines Wahrsagers und sucht Karen in langen Busfahrten, dabei verliebt er sich in die Busfahrerin. Der Dritte stößt auf ein Straßenmädchen, das ihm immer wieder über den Weg läuft. Es kommt, wie es kommen muss: Als sie zufällig gemeinsam auf Karen stoßen, will jeder dem andern den Vortritt lassen, bis die Gesuchte auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Doch auch die anderen Liebesgeschichten verlaufen allesamt nicht nach Plan ...
Trotz der ausbleibenden Happy-Ends ein bemerkenswert heiterer und lockerer Film des jungen Regisseurs. Ein Rezensent namens "Kozo" schrieb dazu im Internet: "There is a real sense of feeling to the trials of the characters, and a breeziness and free spirit that recalls Wong Kar-Wai’s Chungking Express. The actors range from passable to amazing, with Shu Qi running off with the acting award for her lovely, understated work. The script and direction are excellent, as are Jingle Ma’s cinematography and the eclectic music. This could be the best Feel 100% movie ever."

Ebenfalls 19:00 Uhr (hinterer Raum):
HAI YING æµ·é¹° ("The Sea Hawk")
Von Yan Jizhou, China 1959. Farbe, 92 min, Chinesisch mit englischen UT.
Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Wer keine Lust hat, sich erfolglose Liebesgeschichten anzusehen, der kann in diesem Kontrastfilm von 1959 konzentrierten Patriotismus genießen. Und das, anders als bei den meisten Filmen dieser Zeit, sogar in Farbe und mit englischen Untertiteln. Edle Helden der Volksmarine sind hier auf der Jagd nach einem schurkischen Guomindang-Transportschiff, das amerikanische Waffen nach Taiwan bringen soll. Dessen Offiziere fühlen sich sicher, da sie von einem US-Kreuzer begleitet werden und der Meinung sind, zwischen den kleinen Inseln am Weg könne aufgrund des felsigen Untergrundes kein Schiff manövrieren. Doch der junge Kommandant des Schnellbootes 909 findet mit der Hilfe seiner Frau und deren Familie einen Weg. Versteckt wartet er zwischen den Inselfelsen. Als er hervorprescht, flüchten die Amerikaner, aus Angst vor einem bewaffneten Konflikt. Das kleine Boot kann den Transporter versenken, geht aber mit Treffern im Maschinenraum selber unter. Doch keine Sorge: die Edlen werden gerettet, und das Gute siegt. Die Üblen aber finden ihr verdientes Ende: Guomindang-Leute, die prinzipiell (obwohl doch eigentlich auch Chinesen) nur widerlich grinsend gezeigt werden, und selbst ihre Stimmen klingen herrisch und krächzend. In der Ästhetik des Hasses ist dieser Film ein Gipfelpunkt.

Danach wie immer:
Gespräche, Diskussionen, Tischtennis, Billard, Kicker, Karaoke, Chinaschach

Unkostenbeitrag:     3 Euro
Studenten & Arbeitslose: 1,50 Euro
Chinesische Gäste:      5 Yuan Renminbi / 5 Gangbi / 20 TWD

Wie immer gibt es dazu Tee & Chips.
 

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