Chinaclub Berlin

In der Cranachstraße 1, am S-Bahnhof Friedenau, residiert der Chinaclub Berlin. Hier treffen sich Chinesen, Deutsche und Gäste aller Länder, die sich für China und seine Kultur interessieren.

Anmerkung zur Feier anlässlich des 100. Jahrestages der Verabschiedung von Chinas 1. Verfassung in Nanking am 11. März 1912:
Die Grußadresse von Johannes Pflug, MdB, dem Vorsitzenden der China-Gruppe des Deutschen Bundestages, kann
hier eingesehen werden.

Programm Freitag, 25. Mai 2012:

18:00 Tischtennis, Billard, Kicker, Chinaschach

19:00 Uhr (vorderer Raum):
GE AI å‰²çˆ± ("Love Cuts")
Von Gerald Lee, Singapore 2010. 112 min, Chinesisch mit englischen UT.
Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Der Film beginnt, als ginge es um Schönheit, Models und Sex. Erst allmählich stellt sich heraus, worum es wirklich geht. Nämlich um ein Schicksal, das beispielsweise in Deutschland jede zehnte Frau im Laufe ihres Lebens trifft: Brustkrebs. Immer noch einer der großen Killer unter den Krankheiten, auch wenn inzwischen fast vier von fünf Erkrankten überleben.
In China ist Brustkrebs derzeit noch seltener als im Westen. Doch nimmt die Häufigkeit in den westlich orientierten Zentren wie Hongkong und Singapore deutlich zu, was den Verdacht nahe legt, dass Ernährung, Umwelt und Lebensweise hier eine Rolle spielen. Ungeklärt ist allerdings, warum die Erkrankung in China im Durchschnitt ein Jahrzehnt früher auftritt als im Westen. Jedenfalls ist es kein Wunder, dass dieser Film in Singapore entstand.
Zwei Lebensläufe werden geschildert: der einer jungen Frau, die als Model arbeitet, und deren ganze private und berufliche Existenz an ihrer äußerlichen Attraktivität hängt. Auf der andern Seite eine warmherzige und tüchtige Frau, die ganz in ihrer Rolle als Ehefrau, Mutter und kleine Geschäftsfrau (sie betreibt eine Schneiderei in einem Einkaufszentrum) aufgeht. Die Diagnose "Brustkrebs" stürzt beide in eine Lebenskrise, die natürlich auch ihre Umgebung, ihre Partner, ihre Familie umfasst. Wie die Geschichten ausgehen, erzählt dieser bemerkenswerte Film.
 

Ebenfalls 19:00 Uhr (hinterer Raum):
YAO è¯ ("Medicine")
Von Lu Shaolian, China 1981. 84 min, Schwarzweiß, Chinesisch OHNE Untertitel.
Altersempfehlung: ab 14 Jahre

Oft wird gefragt, ob die chinesische Medizin Krebs heilen kann. Natürlich kann sie das nicht. Dennoch wird sie immer wieder mit unrealistischen Erwartungen überfrachtet, in China nicht anders als im Westen. Bis zu welchem Ausmaß das gehen kann (bzw. in der Vergangenheit ging) erzählt dieser Film, der auf der Erzählung "Yao" ("Medicine") von Lu Xun beruht. Wie für chinesische Literaturverfilmungen die Regel, hält er sich eng an das Ausgangswerk.
Lu Xun, der in Japan zunächst Medizin studierte, bevor er sich der Literatur zuwandte, war bekanntlich ein erbitterter Gegner von Chinas alter Medizin. Die Geschichte "Yao" spielt in der Endphase der Qing-Dynastie. Sie beschreibt, wie der Teehausbesitzer Hua versucht, seinen an Tuberkulose erkrankten Sohn zu retten. Gemäß den Analogie-Regeln der TCM (einem Prinzip, das es ebenso in der frühen westlichen Medizin gab) soll die Krankheit, die selber mit blutigem Auswurf einhergeht, durch ein Stück Brot geheilt werden, das mit dem Blut eines Hingerichteten getränkt ist. Blut, das in diesem Fall von einem jungen Revolutionär vergossen wird - für Lu Xun gleichzeitig eine Analyse Chinas in dieser Zeit. Ein großer Film, leider ohne Untertitel, daher im hinteren Raum.

Danach wie immer:
Gespräche, Diskussionen, Tischtennis, Billard, Kicker, Karaoke, Chinaschach

Außerdem: Buch- und CD-Tausch
Haben Sie Bücher, CDs oder Musikkassetten, die Sie nicht mehr brauchen? Sie können sie mitbringen, verschenken oder tauschen!

Unkostenbeitrag:     3 Euro
Studenten & Arbeitslose: 1,50 Euro
Chinesische Gäste:      5 Renminbi/Gangbi / 20 Taiwan-D

Wie immer gibt es dazu Tee & Chips.
 

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